Ein hochwertiges Tattoo erfordert die richtige Pflege

Ein Tattoo ist für die Ewigkeit gedacht. Damit ein optimales Ergebnis unter die Haut kommt, geben unsere Tätowierer/innen stets ihr Bestes. Aber auch der Kunde kann im Vorfeld und am Tag des Tattootermins zu einem optimalen Ablauf einen entscheidenden Beitrag leisten. Die verantwortungsvolle Pflege im Nachhinein ist ebenso wichtig für ein hochwertiges Tattooergebnis. Wir bitten daher, die folgenden Hinweise zu beachten und zu befolgen:

Vor dem Termin

Hier sind die Aspekte aufgeführt, die vor und während des Tattoo-Termins für einen optimalen Ablauf der Sitzung sorgen. Bitte im Vorhinein daher zur Kenntnis nehmen. Danke!

weiter lesen
  • Ab dem Tag vorher keinen Alkohol, Aspirin oder andere blutverdünnende Medikamente zu sich nehmen. Ansonsten kann die Farbe nicht optimal in die Haut eingebracht werden, da man stärker blutet.
  • Aus demselben Grund am Tag des Tätowierens selbst bitte auch den Konsum koffeinhaltiger Getränke unterlassen (keinen Kaffee, Cola, Energy-Drinks,…)
  • Ausgeschlafen und gesund zu dem Termin erscheinen – Müdigkeit und andere Belastungsfaktoren können den Schmerz erhöhen und so die Sitzung unnötig verkürzen
  • Bei klarem Verstand sein! Das heißt: kein Alkohol-, Drogen oder „vernebelnder“ Medikamenteneinfluss.
  • Vorher etwas essen und trinken; bei längeren Sitzungen auch etwas zu Essen für die Pausen mitbringen (gern zuckerhaltig für den Kreislauf)
  • Genügend Zeit mitbringen. Kein Tätowierer arbeitet gern unter zeitlichem Stress und auch man selbst möchte ja nicht unter Termindruck stehen. Entspannter ist es für beide Parteien, wenn nach dem Tattoo-Termin keine festen, zeitlich nahen Termine an diesem Tag gesetzt sind. Es kann immer zu Verzögerungen durch notwendige Pausen, Vorbereitungen (Entwurfsgröße ändern, Termin davor dauert etwas länger,…) kommen
  • Bitte pünktlich zum Termin erscheinen und den Personalausweis mitbringen!
  • Eine(!) Begleitperson ist oftmals eine gute Unterstützung und hilft gegen Aufregung. Nur bitte nicht die gesamte Familie oder Freundeskreis mit zum eigenen Termin bringen. Zum einen ist der Platz im Arbeitsbereich begrenzt und zum anderen lenkt es den Tätowierer, andere Kunden und auch einen selbst zu sehr ab.
  • Entsprechende Körperhygiene wird vorausgesetzt.

Pflege

Wir gratulieren herzlich zur neuen Tätowierung. Damit diese schnell und komplikationslos abheilen kann und das Ergebnis am Ende ein kontrastreiches, hochwertiges Tattoo ist, bitten wir, die folgenden Pflegehinweise zu befolgen:

weiter lesen

Mit Suprasorb-F:

  • Der Pflasterverband ist elastisch und atmungsaktiv, lässt also Luft an das frische Tattoo. Dabei wird das Motiv aber vor äußeren Einflüssen ansonsten bestmöglich geschützt, weil das Wundpflaster wie eine zweite Haut anliegt.
  • Der Pflasterverband wird nach dem Tätowieren auf die gereinigte Haut aufgeklebt
  • Suprasorb muss mindestens 4 Tage (besser bis zu 7 Tage) auf dem frischen Tattoo verbleiben. Das Tattoo sieht hierunter ggfs. verschwommen aus, da sich unter dem Suprasorb-F Wundflüssigkeit und überschüssige Farbe sammeln. Das ist kein Grund zur Beunruhigung, bitte den Verband unbedingt auf der Tätowierung belassen.
  • Nach dem Zeitraum von 4 bis 7 Tagen das Pflaster vorsichtig und langsam lösen, indem man vorsichtig Stück für Stück Luft unter den Rand lässt (vorher Hände waschen). Hierfür zieht man am besten den Rand etwas in die Länge. Hier ist je nach Größe der Suprasorb-F-Fläche Geduld gefragt. In keinem Fall darf das Pflaster schnell oder ruckartig abgerissen werden, da sich hierbei Farbe aus dem Motiv mit lösen kann.
  • Nachdem der Pflasterverband vollständig gelöst ist, sollte das Tattoo bereits so weit geheilt sein, dass sich eine Silberhaut gebildet hat
  • Das Tattoo nun mit Wundsalbe aus der Apotheke (Empfehlung: Panthenolsalbe) oder einer speziellen Tattoo-Heilsalbe mehrfach am Tag dünn eincremen. Weiteren Verlauf s. „Pflege mit Panthenolsalbe“
  • In den ersten Wochen nach dem Tätowieren nicht baden, keine direkte Sonne auf das frische Tattoo kommen lassen, nicht in die Sauna oder das Solarium gehen.
  • Nicht kratzen, wenn das Tattoo jucken sollte. Dies ist ein normaler Vorgang beim Heilungsprozess. Kühlen, vorsichtiges Klopfen und später eincremen können den Juckreiz etwas lindern.

Mit Panthenolsalbe

  • Nach dem Tätowieren wird eine Folie um das frisch gestochene Tattoo gewickelt (nicht zu verwechseln mit dem Suprasorb-F Folienverband!), um es in den ersten Stunden vor äußeren Einflüssen zu schützen.
  • Nach 3 Stunden die Folie abnehmen (vorher Hände waschen). Nun mit einem feuchten Küchentuch oder Einmal-Waschlappen (fusselfrei) die überschüssige Farbe und Wundflüssigkeit abtupfen (nicht stark wischen!).
  • Tattoo kurz an der Luft trocknen lassen und danach DÜNN mit Panthenolsalbe eincremen. Eine dicke Schicht Salbe würde die Haut aufweichen und somit ggfs. die Farbe ausschwemmen.
  • Das neue Tattoo regelmäßig sehr dünn(!) mit Panthenol eincremen, es sollte nicht austrocknen. Spätestens sobald es spannt, neu eincremen. In den ersten Tagen wird dieses häufiger notwendig sein, nach wenigen Tagen wirst Du in größeren Abständen cremen können..
  • Die ersten Wochen nicht baden oder schwimmen gehen. Auch das weicht die Haut auf und lässt Farbe aus dem Tattoo schwemmen. Zudem sind im Wasser Bakterien, die die frische Wunde unnötig belasten und sich im schlimmsten Fall durch den langen Kontakt entzünden lassen. Kurzes Duschen ist natürlich erlaubt, dabei das frische Tattoo nicht mit Duschgel eincremen – nur Wasser kurz daran lassen.
  • NICHT mit Vaseline cremen – diese ist zu fettreich und lässt die Haut nicht atmen. Evtl. bilden sich hierdurch auch Pickel. KEINE Zinksalben, KEINE Niveacremes usw. verwenden, da diese dem Tattoo Farbe entziehen und/oder die Zusätze nicht für frische Wunden geeignet sind.
  • Atmungsaktive Kleidung (Baumwolle) tragen, keine enge, scheuernde Kleidung am frischen Tattoo! Sollte die Kleidung mal am Tattoo festkleben, niemals an der Kleidung reißen! Stattdessen diese mit Wasser aufweichen und dann vorsichtig vom Tattoo lösen.
  • Wenn möglich: nicht auf dem frischen Tattoo schlafen.
  • Keinen Staub, Schmutz oder andere Fremdkörper mit dem frischen Tattoo in Berührung kommen lassen – Entzündungsgefahr.
  • Nach ein paar Tagen bildet sich eine Kruste – diese beinhaltet ebenfalls Farbpigmente – das Tattoo fällt also nicht ab, sondern es bildet sich eine neue Hautschicht über der Tätowierung.
  • Wenn es juckt: NICHT kratzen, auch das könnte Farbe mit herausreißen – nicht an der Kruste knibbeln, sie muss von allein abfallen – weiterhin mit Panthenolsalbe cremen.
  • In den ersten Tagen nach dem Stechen keinen (übermäßigen) Sport betreiben, da dieser mit Schwitzen verbunden ist. Nach ein paar Tagen ist dieses aber auch meist kein Problem mehr. Hier nur darauf achten, dass die tätowierte Partie nicht zu stark belastet wird!
  • Es wird sich, nachdem der Schorf abgefallen ist, eine sog. Silberhaut bilden bevor die erste Hautschicht komplett regeneriert ist. Diese Hautschicht ist extrem empfindlich (keine Sonne usw.), reflektiert ein wenig, sieht krisselig aus und lässt Dein Tattoo blasser erscheinen, als es am Ende sein wird. Also etwas Geduld. Sobald sich diese Haut gebildet hat und die Kruste komplett(!) abgefallen ist, kannst Du Bodylotion (ohne Zusätze) verwenden, um Deinem Tattoo ausreichend Feuchtigkeit zu bieten. Panthenolsalbe ab diesem Zeitpunkt nur noch wenig verwenden (1 – 2x am Tag) und langsam absetzen.
  • Keine Sonne an das frische Tattoo lassen! Mit Kleidung abdecken, bis es ganz abgeheilt ist, ansonsten kann die Haut hier verbrennen und gleichzeitig bleicht die Strahlung die Farben aus. Also bitte Geduld, bis das Motiv im Alltag gezeigt wird.
  • Auf Sonnenbank, Schwimmbad, Salzwasser und Sauna 6 bis 8 Wochen (bzw. bis es ganz verheilt ist und sich die neue Hautschicht komplett gebildet hat) ausnahmslos verzichten! Ansonsten zu hohe Gefahr, dass Keime an die Tätowierung gelangen, sie ausbleicht oder sich entzündet.
  • Nach ca. 8 Wochen, wenn das Tattoo abgeheilt ist, kann man beurteilen, ob stellenweise nachgestochen werden muss. Hierzu sollte man dann am besten im Studio persönlich vorbeikommen, damit der/die Tätowierer/in genau sehen kann, was nachgearbeitet werden muss. Hierzu wird dann ein weiterer Termin vereinbart, der einmalig kostenlos ist (in den ersten 2 bis 6 Monaten nach dem Tattootermin) – Sollte allerdings aus eigenem Verschulden (Pflegeanleitung missachtet, …) mehr als üblich nachgestochen werden müssen, werden Materialkosten hierfür berechnet.
  • TIPP: Wenn das Tattoo vollständig abgeheilt ist und keine Silberhaut mehr darauf ist: im Sommer immer gut mit Sonnencreme (hoher Lichtschutzfaktor 45 oder höher) eincremen. So bleibt es lange kontrastreich und farbenfroh. Wird dies nicht beachtet, bleicht es sehr viel schneller aus!